Samstag, 31. Oktober 2015

Rezension zu Er kam

ER=GOTT

Alice (18) hat schon mehr als genug Probleme. Sie muss mit einem tragischem Schicksalsschlag fertig werden und ihr Abitur bestehen. Als ihr plötzlich verschiedene Persönlichkeiten begegnen, die alle behaupten Gott zu sein, gerät Alices Welt vollends aus den Fugen. Während ihre Schwester und ihre Freunde sie für geisteskrank halten, begreift Alice nach und nach, dass es wirklich einen Gott gibt. Doch Gott hat ein Problem, eine multiple Persönlichkeitsstörung verschleiert seinen Blick. Als Gott dann noch auf die Idee kommt, die Menschheit zu dezimieren und ein Spiel zu beginnen, nimmt die Geschichte eine tragische Wendung. Kann Alice Gott vom Gegenteil überzeugen?



Larissa Reiter wurde 1993 in Gehrden, bei Hannover geboren. Seit sie schreiben kann, tut sie dieses auch.
Der Einstieg in dieses Buch, fiel mir dieses Mal etwas schwer. Der Anfang war wirklich interessant und man wollte unbedingt wissen, was da alles passiert ist und wie es weiter geht, da man mitten in der Geschichte einsteigt. Leider bin ich eine etwas ungeduldige Leserin, weshalb es mir schwer fiel die ganzen Informationen rund um die Geschichte zu verarbeiten, bevor es dann endlich richtig los ging.
Die Charaktere im Buch sind bildlich beschrieben und haben tiefe. Allerdings war mir Alice am Anfang ziemlich unsympatisch. Sie stößt ihre Freunde von sich, ist egoistisch und bemitleidet sich selbst. Es dauert lange bis sie sich aus diesem Loch ziehen kann. Erst als sie ihre jüngere Schwester einweiht, wird es in meinen Augen besser.
Der Schreibstil der Autorin ist spannend und locker geschrieben. Das Buch weist noch einige Fehler auf und manchmal hatte ich einige Probleme mit dem Hund, zwischendurch dachte ich sogar, es handele sich um eine Katze, aber das kam wohl daher, dass ich mich in dem Moment nicht so ganz konzentrieren konnte. Ich weiß aber, dass es bald eine Neuauflage von diesem Buch geben soll.
Das Cover des Buches war auch sehr interessant, leider zu dunkel bei dem Taschenbuch, so dass man fast nur die Schrift und einige Schatten ausmachen konnte. Aber vielleicht war das auch so gewollt, auf jedenfall passt es zum Inhalt.

Ein wirklich gelungenes Erstlingswerk mit einigen kleinen Schwächen. Diese tun dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch, wenn man erst mal über den ersten Teil des Buches hinaus ist. Für Leser die gerne Endzeitstimmungsromane lesen, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Ich bin unheimlich gespannt wie es weiter geht und hoffe, dass Teil 2 nicht allzu lange auf sich warten lässt.
Cover: 4/5 Federn: Das Cover passt auf jedenfall zum Inhalt. Für meinen Geschmack war es etwas zu dunkel.

Inhalt: 3/5 Federn: Der Inhalt war gut durchdacht. Es haben sich zwar einige Fehler eingeschlichen, aber ansonsten konnte man der Geschichte gut folgen. Ich hätte mir ein paar mehr Metaphern gewünscht, damit die Geschichte bildlicher wird.

Schreibstil: 4/5 Federn: Der Schreibstil war locker und flüssig zu lesen. Nur Ab und zu rutscht die Autorin von der Vergangenheitsform in die Gegenwart.

Spannung: 3/5 Federn: Für mich persönlich war der Anfang etwas anstrengend, aber ich bin auch eine ungeduldige Leserin.

Charaktere: 3/5 Federn: Die Charaktere waren gut durchdacht, allerdings war mir die Protagonistin am Anfang etwas unsympathisch.

Insgesammt vergebe ich für diesen gelungenen Auftakt sehr gute 3 von 5 Schreibfedern:




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